Geschichte

Die Entstehung

Die Entwicklung des Bürgerhauses Pliensauvorstadt bildet einen wesentlichen Baustein innerhalb eines umfassenden Stadtentwicklungsprozesses in der Pliensauvorstadt, dem Fördermittel aus dem Sanierungsprogramms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt“ zugrunde liegen.

Zahlreiche Akteurinnen und Akteure der Stadtverwaltung, der Bewohnerschaft der Pliensauvorstadt wie auch weitere soziale Initiativen haben die einzelnen Etappen der Entstehung des Hauses mitgestaltet und sich mit viel Ausdauer über den langjährigen Entwicklungsprozess eingebracht. Dieser breit angelegte Beteiligungsprozess spiegelt sich auch in den heutigen Organisationsstrukturen des Hauses wider.

Bauplatz
Auf der Baustelle
2006: Schlüsselübergabe
Bundestagsabgeordnete Karin Roth informiert sich
Verleihung MGH Titel mit  Markus Grübel
Besuch von Frau von der Leyen
Bürgerhausgruppe

Etappen

Vorgeschichte

Eine neue Mitte als Kristallisationspunkt für das Leben im Stadtteil war seit vielen Jahren ein großer Wunsch vieler Menschen in der Pliensauvorstadt. Bewohner und Bewohnerinnen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft äußerten in Gesprächen, Umfragen und auch über den Bürgerausschuss der Pliensauvorstadt den Wunsch nach einem zentralen Ort für Kommunikation und Begegnung. Sie wünschten sich bessere Angebote für Jung und Alt, sie wünschten sich räumliche und organisatorische Möglichkeiten, sich als Gruppe, Verein oder einzeln einzubringen. Und ein Café, das sollte es möglichst auch geben, so lautete der Wunsch vieler Gesprächspartner zu verschiedenen Anlässen, die den Stadtteil betrafen.

Idee und Ziel

Die Ideen zu einem Bürgerhaus in der Pliensauvorstadt stammten aus den Aktivitäten der Agendagruppe Bürgerhäuser, der Zukunftswerkstatt Pliensauvorstadt im Mai 2000 und dem Forschungsprojekt Stadt 2030. Die Chance, diesen Wunsch für die Pliensauvorstadt zu verwirklichen, bot das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“, das Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich und sozial fördert und für das sich die Stadt Esslingen mit der Pliensauvorstadt im Jahr 2000 bewarb und im Frühjahr 2001 die Förderzusage erhielt. Damit verbunden war eine aktive Bürgerbeteiligung und die organisationsübergreifende Zusammenarbeit auf der Verwaltungsebene der Stadt – als Standard der Planung.

Der öffentliche Auftakt – Tag für ein Bürgerhaus

Zum öffentlichen Tag für das Bürgerhaus Pliensauvorstadt haben am Samstag, 23. November 2002 die Stadtverwaltung, die Agendagruppe Bürgerhäuser und der Bürgerausschuss Pliensauvorstadt geladen. Die erste Informationsveranstaltung für das Projekt Bürgerhaus hatte zum Ziel, die Pläne in die Stadtteilöffentlichkeit zu tragen und Bewohner der Pliensauvorstadt für den Planungsprozess zu gewinnen. Schließlich war das Bürgerhaus so zu konzipieren, dass es an den örtlichen Bedarf, aber auch an die Mitwirkungsbereitschaft der Pliensauvorstädter möglichst gut angepasst sein würde.

Die Bürgerhausgruppe

Die Bürgerhausgruppe gründete sich im Anschluss an den Bürgerhaustag.
Sie setzte sich aus Bürgern unterschiedlicher Altersgruppen, Mitgliedern des Bürgerausschusses, des Fördervereins Pliensauvorstadt, der Agendagruppe Bürgerhäuser, des Vereins Ausländer und Deutsche gemeinsam, der Ausländerfraktion, des Stadtseniorenrates, Mitarbeitern der verschiedenen Ämter, einer externen Beraterin und dem beauftragten Architekten zusammen, und erarbeitete in einem Prozess, der über vier Jahre dauerte, u.a. das inhaltliche Konzept und diskutierte die unterschiedlichen Möglichkeiten der Trägerschaft des Hauses. Intensiv wurden hier auch die Planungen zur Architektur und zum Raumprogramm

Stadtteilfeste und Zukunftswerkstätten

Ab 2004 engagierte sich die Bürgerhausgruppe mit unterschiedlichen Aktionen auf dem jährlich stattfindenden Stadtteilfest. Eine Kleingruppe der Bürgerhausgruppe bereitete die Aktionen für das jeweilige Stadtfest vor. Mit fortschreitendem Gebäudeabbruch und Baustellenfortschritt wurde die Präsentation der neuen Mitte immer konkreter erlebbar.
Darüber hinaus dienten drei Tage für eine Zukunftswerkstatt mit dem Motto „Vom Grundstein zum Einzug: wir füllen das Haus mit Leben“. Das Ziel dieser Tage war, gemeinsam konkrete Arbeitspakete zu schnüren, damit alle noch notwendigen Aktivitäten, die für die Mitglieder der Bürgerhausgruppe kurz vor der Inbetriebnahme noch anstehen, definiert und verteilt werden und die Übergabe der Verantwortung in die Hände des Fördervereins Ende 2006 gut gelingt.

(Textauszüge von Dr. Regine Jautz; aus: „Mehrgenerationen- & Bürgerhaus Pliensauvorstadt. Dokumentation über den Gründungsprozess 2002 bis 2007”, hgg. von der Stadt Esslingen, Stadtplanungs- und Stadtmessungsamt, 2008.)

Zeittafel

2000

16. Mai 2000 Zukunftswerkstatt Pliensauvorstadt
13. September 2000 Antrag auf Aufnahme der Pliensauvorstadt in das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt auf Grundlage eines Handlungskonzeptes

2001

24. Juli 2001 Beschluss des Gemeinderates, die Teilnahme der Pliensauvorstadt am Programm Soziale Stadt zu beantragen
22. Februar 2001 Information des Wirtschaftsministeriums über die Aufnahme in Bund-Länder-Programm Soziale Stadt
29. September 2001 Bewilligung auf Aufnahme in Bund-Länder-Programm Soziale Stadt

2002

29. April 2002 1. Sitzung Forum Pliensauvorstadt
4. Juli 2002 Öffentliche Bürgerausschusssitzung: Vorstellung der Ergebnisse der Vorbereitenden Untersuchungen
17. Juli 2002 Gründung der Projektgruppe "Bürgerhaus Pliensauvorstadt" innerhalb der Verwaltung.
22. Juli 2002 Beschluss des Gemeinderates über die Durchführung des Programmes Soziale Stadt, förmliche Festlegung
23. November 2002 Tag des Bürgerhauses in der Pliensauvorstadt. Stadtplanungsamt, Sozialamt, Agendagruppe Bürgerhäuser und Bürgerausschuss Pliensauvorstadt laden gemeinsam zu einem öffentlichen Tag in die alte Produktionshalle von Bohner+Köhle an der Weilstraße ein, dem zukünftigen Standort des Bürgerhauses Pliensauvorstadt.

2003

23. Januar 2003





Erste Sitzung der Bürgerhausgruppe, die sich aus Mitgliedern des Bürgerausschusses, des Fördervereins Pliensauvorstadt, Mitgliedern der Agendagruppe Bürgerhäuser, des Vereins Ausländer und Deutsche gemeinsam, der Ausländerfraktion, des Stadtseniorenrates, Mitgliedern verschiedener städtischer Ämter, dem Institut für Sozialplanung und Sozialforschung und weiteren aktiven Bürgerinnen und Bürgern der Pliensauvorstadt zusammensetzt
27. März 2003 1. Ausgabe „Vorstadtstudio Pliensau“ erscheint
29. April 2003 Gründung des Förderverein Pliensauvorstadt e.V. mit dem Ziel, die Verantwortung für den Betrieb des Bürgerhauses Pliensauvorstadt zu übernehmen
Sommer 2003
Die Städtischen Pflegeheime Esslingen entscheiden sich für den Bau eines Altenpflegeheims auf dem Nachbargrundstück des Bürgerhauses Pliensauvorstadt – damit wird die Grundlage für einen Cafe-Betrieb im Bürgerhaus geschaffen.
16. Juli 2003 Beschluss über Auslage des Bebauungsplan-Entwurfes Stadtteilzentrum Pliensauvorstadt im Ausschuss für Umwelt und Technik

2004

19./21. Januar 2004



Bericht über Stadtteilzentrum Pliensauvorstadt im Verwaltungsausschuss und im Ausschuss für Umwelt und Technik
29. März 2004 Beschluss über den Erwerb einer Teilfläche des Bohner+Köhle-Areals im Gemeinderat
22. April 2004 Erwerb eines Teilgrundstückes von Bohner+Köhle durch die Stadt

2005

21. Februar 2005

Planungsbeschluss des Gemeinderates der Stadt Esslingen für den Umbau der alten Produktionshalle von Bohner+Köhle in ein Bürgerhaus und eine Kindertagesstätte
6. Juli 2005 Beschlussfassung über Betriebsträgerschaft für das Bürgerhaus Pliensauvorstadt durch den Förderverein Pliensauvorstadt e.V.
23. Juli 2005 Stadtteilfest auf und über der Brück: Öffentlichkeitsarbeit für das Bürgerhaus
19. September 2005 Baubeschluss für den Umbau der Bohner+Köhle-Halle

2006

20/21. Januar 2006 1. Zukunftswerkstatt Bürgerhaus Pliensauvorstadt - Vorbereitungen für den anstehenden Betrieb des Bürgerhauses Pliensauvorstadt ab Herbst 2006

29. April 2006 2. Zukunftswerkstatt Bürgerhaus Pliensauvorstadt
Bildung von Arbeitsgruppen
23. Juni 2006 Richtfest Bürgerhaus und Unterzeichnung des Betriebsführungs- vertrages zwischen der Stadt Esslingen und dem Förderverein Pliensauvorstadt e.V.
1. November 2006 Einstellung der Leiterin des Bürgerhauses Pliensauvorstadt
November 2006 Bürgerhaus Pliensauvorstadt erhält Förderzusage als Mehrgenerationenhaus 

2007

14. Februar 2007 Offizielle Schlüsselübergabe durch OB Dr. Jürgen Zieger an den  Förderverein Pliensauvorstadt e.V
2. März 2007 großes Eröffnungsfest
29. Juni 2007 offizielle Auszeichnung als Mehrgenerationenhaus mit Überreichung der Mehrgenerationenhaus-Plakette
November 2006 Bürgerhaus Pliensauvorstadt erhält Förderzusage als Mehrgenerationenhaus 

2017

14. Januar 2017 Die Trägerschaft geht vom Förderverein Pliensauvorstadt e.V auf die Stadt Esslingen über. Der Förderverein bleibt aber enger Kooperationspartner und widmet sich insbesondere auf inhaltliche Projekte.

Info

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Mehrgenerationen- & Bürgerhaus Pliensauvorstadt
Patrick Schibat
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73734 Esslingen am Neckar
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